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Unsere Lebenswelt
Unsere Lebenswelt lässt sich einfach umschreiben als
"Unsere Welt, sowie wir selbst die Welt sehen und erfahren, ohne uns von anderen sagen lassen zu müssen, wie die Welt aussieht."
Für das Erfahren digitaler Lebenswelten sind oftmals kleinere Hürden zum Umgang mit den hier gesehenen Hilfsmittel zu nehmen.
Das Projekt "Digitale Lebenswelten" unterstützt das Nehmen dieser Hürden für alle, die über die Welt der Bilder, der Information, der Kommunikation oder das Internet gehört oder einiges davon gesehen haben, aber noch nicht erfahren konnten.
Unsere Welt wird mit "Digitale Lebenswelten" um höchst interessante Erfahrungen ergänzt.
Lebenswelten
Wikipedia schreibt zu "Lebenswelten" u.a.:
Der Begriff der Lebenswelt bezeichnet die menschliche Welt in
ihrer vorwissenschaftlichen Selbstverständlichkeit und Erfahrbarkeit in
Abgrenzung zur theoretisch bestimmten wissenschaftlichen Weltsicht. Er
erlangte vor allem in der Phänomenologie Husserls und in seiner soziologischen Interpretation durch Jürgen Habermas Bedeutung.
[...]
Kommunikationstheoretische Deutung der Lebenswelt
Jürgen Habermas reformuliert das Konzept der Lebenswelt wie folgt:
- Indem sich Sprecher und Hörer frontal miteinander über etwas in
einer Welt verständigen, bewegen sie sich innerhalb des Horizonts ihrer
gemeinsamen Lebenswelt; die bleibt den Beteiligten als ein intuitiv
gewußter, unproblematischer und unzerlegbarer holistischer Hintergrund
im Rücken. [...] Die Lebenswelt kann nur a tergo eingesehen werden. Aus
der frontalen Perspektive der verständigungsorientiert handelnden
Subjekte selber muß sich die immer nur mitgegebene Lebenswelt der
Thematisierung entziehen. Als Totalität, die die Identitäten und
lebensgeschichtlichen Entwürfe von Gruppen und Individuen ermöglicht,
ist sie nur präreflexiv gegenwärtig. Aus der Perspektive der
Beteiligten läßt sich zwar das praktisch in Anspruch genommene, in
Äußerungen sedimentierte Regelwissen rekonstruieren, nicht aber der
zurückweichende Kontext und die im Rücken bleibenden Ressourcen der
Lebenswelt im ganzen. [7]
Habermas unterscheidet drei Aspekte der Lebenswelt, die je nach der
Handlungs- oder der Sprechsituation jeweils als Kultur, als
Gesellschaft und als Persönlichkeit erscheinen. [8] Diese drei Aspekte der Lebenswelt definiert Habermas wie folgt:
- Kultur nenne ich den Wissensvorrat, aus dem sich die
Kommunikationsteilnehmer, indem sie sich über etwas in einer Welt
verständigen, mit Interpretationen versorgen. Gesellschaft
nenne ich die legitimen Ordnungen, über die die
Kommunikationsteilnehmer ihre Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen regeln
und damit Solidarität sichern. Unter Persönlichkeit verstehe
ich die Kompetenzen, die ein Subjekt sprach- und handlungsfähig machen,
also instandsetzen, an Verständigungsprozessen teilzunehmen und dabei
die eigene Identität zu behaupten. [9]
Die Lebenswelt fungiert für die Kommunikationsteilnehmer als „der
transzendentale Ort, an dem sich Sprecher und Hörer begegnen; wo sie
reziprok den Anspruch erheben können, daß ihre Äußerungen mit der Welt
[…] zusammenpassen; und wo sie diese Geltungsansprüche kritisieren und
bestätigen, ihren Dissens austragen und Einverständnis erzielen
können“. [10]
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Digitale Lebenswelten
"Digitale Lebenswelten" ist ein Pilotprojekt der Volkshochschulen:
in Zusammenarbeit mit den Partnern Microsoft und www.freizeitfreunde.de.
Das Projekt richtet sich an alle, die die digitale Welt von Bildern, Informationen und das Internet vom "hören sagen" kennen und noch keinen Weg gefunden haben, sich damit aktiv zu beschäftigen.
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